Wechseln zu: Navigation, Suche

Inhaltsverzeichnis

Unterschriften sammeln

Hintergrund

Das Sammeln von Unterschriften ist eine politische Aktionsform der Kampagnenarbeit, insbesondere verwenden Bürgerinitiativen diese. Das Ziel solcher Aktionen ist es auf Missstände aufmerksam zu machen, die nach Auffassung der Unterschriftensammelnden von regierenden Politikern oder anderen Entscheidungsträgern nicht ausreichend wahrgenommen werden. Mit dem Mittel der Unterschriftenaktion können auch umstrittene Entscheidungen, Bauprojekte usw. thematisiert werden. Durch das Sammeln einer möglichst großen Anzahl von Unterschriften und der öffentlichkeitswirksamen Präsentation soll Druck auf die Entscheidungsträger in Politik oder Wirtschaft ausgeübt werden. Oft werden Unterschriftenlisten an sogenannte Petitionen angehängt, um die Dringlichkeit des Anliegens zu verdeutlichen.

Eine Petition bezeichnet eine Eingabe (Bitte oder Beschwerden) an eine zuständige Behörde oder an eine Volksvertretung. Es handelt sich meist um Bitten von Bürgern an Parlamente, Gesetze zu ändern bzw. zu beschließen. Die Zulässigkeit von Petitionen ist ein allgemein anerkannter Bestandteil demokratischer Grundrechte.

Aktion

Zunächst braucht ihr einen Missstand in eurem Umfeld, den ihr verändern wollt. Z.B. könntet ihr euren Bürgermeister bitten in eurer Region oder in eurem Ort auf die Verwendung von Tausalz zu verzichten, um die Straßenbäume vor einer Versalzung zu schützen, siehe Alleenfreundlicher Winterdienst. Stattdessen können andere Materialien verwendet werden oder ein mechanischer Winterdienst eingeführt werden. Mehr zu dieser Aktion hier. Beim Erstellen eurer Unterschriftenliste müsst ihr darauf achten euer Anliegen möglichst schnell und präzise darzustellen. Dazu könnt ihr vielleicht sogar eine provokante Überschrift wählen. In den nächsten paar Sätzen solltet ihr eure Forderung näher Erläutern. Vergesst auch nicht einen Verantwortlichen, also einen Ansprechpartner, für eure Aktion auf der Liste zu vermerken. Damit eure gesammelten Unterschriften auch gültig sind ist es wichtig, dass ihr mindestens vier Spalten mit diesen Angaben habt:

• Name, Vorname

• Straße, Hausnummer

• Postleitzahl, Ort

• Unterschrift

Optional könnt ihr noch Geburtsdatum oder e-mail Adresse angeben lassen. Diese Spalten müssen alle vollständig ausgefüllt werden, sonst ist die Unterschrift ungültig. Es dürfen auch nur Menschen über 18 Jahren unterschreiben, ansonsten braucht ihr einen Erziehungsberechtigten. Außerdem ist eine Erklärung zum Datenschutz wichtig, in der ihr erklärt, dass die angegebenen Daten nicht an Dritte weitergegeben, gespeichert oder für Werbezwecke benutzt werden. Die Daten der Personen müssen vertraulich behandelt werden und auch ihr dürft sie nicht unberechtigt kontaktieren. Um Unterschriften zu sammeln braucht ihr keine Genehmigung, außer in Schulen und auf Privatgrundstücken, dazu zählen auch Geschäfte und Bahnhöfe. Zusätzlich zu der Unterschriftensammlung könntet ihr noch einen Info-Point oder eine andere peppige Aktion machen um mehr Aufmerksamkeit für euer Anliegen zu erreichen.

Zeitaufwand

Das hängt ganz von euren eigenen Erwartungen ab und wie viele Unterschriften ihr sammeln wollt.

Material

• Viele ausgedruckte Unterschriftenlisten

• Kugelschreiber

• Klemmbrett

Tipps

Beim Sammeln von Unterschriften ist es wichtig Menschen direkt anzusprechen. Wartende Menschen haben öfter ein Ohr für euch, sie sind eher für ein Gespräch offen als vorbeieilende Menschen. Kommt gleich zum Punkt, denn die meisten Menschen haben wenig Zeit. Also möglichst keine langen Vorreden, macht deutlich worum es euch geht und warum das Anliegen so wichtig ist.