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Inhaltsverzeichnis

Von der Aktion zum Projekt

Hintergrund

Praktische Naturschutzaktionen sind ein elementarer Bestandteil unserer NAJU-Kampagnen und ein sehr wichtiger Beitrag zum Erhalt von Mutter Natur. Oft sind solche Aktionen aber noch effektiver, wenn sie nicht vereinzelt stattfinden, sondern gezielt und zusammenhängend gemacht werden. Daher ist es häufig sinnvoll, sich ein übergeordnetes Ziel (wie der Erhalt eines Biotops oder der Schutz einer Tierart) auszusuchen, welches durch mehrere Aktionen erreicht werden soll. Wenn dies der Fall ist, handelt es sich um ein Projekt.

Zeit

Ein Projekt benötigt natürlich deutlich mehr Zeit als eine einzelne Aktion, schließlich besteht es auch aus mehreren verschiedenen Aktionen. So kann ein Projekt, zusammen mit der dazugehörigen Vorbereitungszeit, auch mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Allein die praktische Arbeit wird, je nach Größe und Art der Aktionen, in der Regel mehrere Tage lang andauern.

Zudem ist es bei Projekten häufig so, dass auch nach dem Abschluss der eigentlichen Aktionen noch Arbeiten anfallen, die erledigt werden sollten. Wurde beispielsweise im Rahmen eines Projekts eine Fläche renaturiert, so muss diese im Anschluss auch gepflegt werden. Und wenn es zu einem Projekt gehörte, dass Fledermauskästen gebaut und aufgehängt wurden, so müssen diese in der Zeit danach auch kontrolliert werden.

Material

Das wichtigste Material für ein Projekt ist eine gute und sinnvolle Grundidee. Achtet also sowohl auf die Zweckmäßigkeit als auch auf die Durchführbarkeit der Aktionen, die dazu gehören würden. Mehrere kleine und deshalb auch gut durchführbare Aktionen können durchaus einen besseren Effekt haben als ehrgeizigere Vorhaben, die dann aber aufgrund von Schwierigkeiten nicht oder nur teilweise durchgeführt werden können.

Ansonsten benötigt ihr natürlich die Materialien, die ihr für die jeweiligen Aktionen benötigt. Macht euch am Besten schon vor dem Projektstart Gedanken darüber, was ihr alles benötigt, denn eventuell könnt ihr einige Materialien auch für mehrere der Aktionen benutzen und wieder verwenden. Dies kann die Kosten und den Aufwand verringern, außerdem ist es nachhaltiger, als sich immer wieder neue Materialien zu beschaffen.

Planung

Vor dem Start des Projekts sollte ein Konzept erarbeitet werden, um einen möglichst reibungslosen Ablauf sicherzustellen. Dazu solltet ihr diskutieren und festlegen, wie ihr eure Idee beziehungsweise eurer Ziel am besten verwirklichen/erreichen könnt. Legt die Termine fest, wer welche Aufgaben übernehmen soll und was ihr alles benötigt. Sucht euch am Besten auch Ausweichtermine für den Fall, dass ein Termin beispielsweise durch schlechtes Wetter buchstäblich ins Wasser fällt. Hilfreich für die Planung wäre es, wenn ihr einen gemeinsamen Terminkalender aufstellt, in den jeder einträgt, wann er oder sie zur Verfügung steht und wann nicht.

Durchführung

Nach der Theorie (Planung) kommt selbstverständlich die Praxis (Aktionen). Mit euren einzelnen Aktionen könnt ihr nach und nach dafür sorgen, dass euer gesetztes Ziel erreicht wird. Für das Projekt gilt dabei genau das Gleiche wie für die einzelnen Aktionen selbst: Wenn es möglich ist, könnt ihr auch externe Helfer mit ins Boot holen und in den Medien über euer Handeln informieren. Gerade bei größer angelegten Projekten ist dies oft leichter möglich als bei einzelnen und eher unspektakulären Aktionen.

Nachbereitung

Wie bereits erwähnt, kann es auch nach dem offiziellen Projektende noch anfallende Aufgaben geben, die erledigt werden müssen. Schließlich wäre es sehr schade, wenn all eure Arbeit innerhalb einiger Zeit wieder zunichte gemacht wird, weil sich niemand mehr darum kümmert. Bedenkt daher auch vorher, was ihr im Anschluss an euer Projekt noch an Zeitaufwand habt und plant dies mit ein.