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Gattung Myotis
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Wer sich nachts in der Nähe von Gewässern befindet und mit einer starken Lampe über das Wasser leuchtet, kann sie entdecken: Die Wasserfledermaus. Diese Fledermausart kommt sehr selten vor und benötigt freie Gewässeroberflächen, ohne Schilf, über die sie in der Dämmerung fliegt. Im Gegensatz zu anderen Fledermäusen (z.B. der Zwergfledermaus oder dem Abendsegler) fliegt die Wasserfledermaus über einen längeren Zeitraum nur Zentimeter über dem Wasser.
Diese mittelgroßen bis kleinen Fledermäuse haben auf dem Rücken eine mittel- bis dunkelgraubraune Fellfarbe. Die Bauchseite ist grauweißlich und manchmal auch schwach gelbbräunlich getönt. Die Ohren sind relativ kurz. Auffallend groß sind dagegen ihre borstenbehaarten Füße.
Das seltene Vorkommen der Wasserfledermaus liegt weniger an den schlechten Lebensbedingungen durch verbaute Gewässer. Da sie das Wasser nie berührt, sondern nur die Mücken fängt, kann sie auch in stark verbauten oder eutrophierten Gewässern beobachtet werden. Ein Problem für die Wasserfledermaus stellen fehlende Quartiere zum Überwintern sowie fehlende Altholzbestände und alte Gemäuerritzen dar, in denen sie ihre Jungen aufzieht.
Ebenso wie viele andere Arten, überwintert die Waldfledermaus in kühlen Kellern, die weder trocken noch überschwemmt, weder zu warm noch zu frostig sein dürfen. Altholz gibt es in Auen häufiger, da viele Bäume schnell absterben, wenn sich Lebensräume verändern. Dementsprechend ist für die Wasserfledermaus zwar nicht das Wasser selber, aber die Umgebung wichtig. Ganz schöne Ansprüche – und dafür fliegt diese Fledermausart mehr als hundert Kilometer weit von ihrem Winterquartier zum Sommerquartier.